Displayreinigung beim Smartphone: Mikrofasertuch statt aggressiver Reiniger
Das Smartphone wird täglich unzählige Male berührt – kein Wunder, dass sich auf dem Display Fett, Staub und Keime sammeln. Eine Studie der London School of Hygiene & Tropical Medicine fand schon 2011 auf vielen Touchscreens eine erhebliche Keimbelastung. Regelmäßige Reinigung schadet also nicht – wenn man es richtig macht.
Reiniger und Sprays sind oft zu aggressiv
Der Handel bietet viele Displayreiniger an, doch für die tägliche Anwendung sind sie meist gar nicht nötig – und häufig sogar zu aggressiv. Viele Hersteller versehen ihre Bildschirme mit einer oleophoben Beschichtung, die Fingerabdrücke und Reflexionen reduziert. Ein zu scharfes Mittel trägt diese Schutzschicht Stück für Stück ab.
Reiniger sind daher eher für die gelegentliche Intensivreinigung (etwa alle zwei bis vier Wochen) oder hartnäckige Verschmutzungen gedacht. Wichtig: sparsam dosieren, damit keine Flüssigkeit ins Gerät gelangt. Viele Smartphones haben Feuchtigkeitssensoren in den Buchsen – werden sie ausgelöst, kann der Hersteller die Garantie verweigern.
Ein Mikrofasertuch ist ideal für die tägliche Pflege
Für die tägliche Reinigung ist ein trockenes Mikrofasertuch die beste Lösung. Die feine, weiche Oberfläche nimmt Schmutz auf und schont Glas wie Beschichtung. Mit leichten, kreisenden Bewegungen und wenig Druck verschwinden Fingerabdrücke, Hautfett und Make-up.
Unterwegs tut es notfalls der Ärmel – am besten aus Baumwolle. Und gegen die Keimbelastung helfen simple Gewohnheiten: regelmäßig die Hände waschen und das Handy möglichst nicht mit dem Display nach unten ablegen. Eine Tasche oder Hülle schützt das Display beim Transport zusätzlich.
Häufige Fragen: Displayreinigung beim Smartphone: Mikrofasertuch statt aggressiver Reiniger
Womit reinige ich mein Smartphone-Display am besten?
Für die tägliche Pflege ist ein trockenes Mikrofasertuch ideal: Es nimmt Fingerabdrücke, Hautfett und Make-up auf, ohne das Glas oder die Schutzbeschichtung anzugreifen. Kommerzielle Displayreiniger sollten nur für die gelegentliche Intensivreinigung eingesetzt werden.
Warum keine aggressiven Reiniger täglich verwenden?
Viele Displays haben eine oleophobe Beschichtung gegen Fingerabdrücke und Reflexionen. Aggressive Reiniger tragen diese Schicht mit der Zeit ab. Deshalb genügt für den Alltag ein Mikrofasertuch; Reiniger nur sparsam und selten.
Darf Flüssigkeit ans Display?
Nur sehr sparsam. Es darf keine Feuchtigkeit in Anschlüsse gelangen. Viele Geräte haben Feuchtigkeitssensoren (oft in der Lade- oder Kopfhörerbuchse); löst Reinigungsflüssigkeit sie aus, kann das die Garantie gefährden.